Wie „Politisches Framing“ unsere Einstellung manipuliert

30.10.2017 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Thomas Stein

Nur wenige Stunden nach den Anschlägen vom 11. September sprach der damalige Präsident George W. Bush nicht über die „Toten", sondern über die „Gefallenen" der Angriffe – und hob die USA damit in den Kriegsmodus. Donald Trump wies seine Regierung an, künftig nicht mehr über „die globale Erderwärmung“, sondern ausschließlich von „Wetterextremen“ zu sprechen, um so die Bedeutung auf regionale Ereignisse zu reduzieren. In Deutschland wird der Begriff „Flüchtlingswelle“ verwendet, um eine physische Bedrohung darzustellen, von der wir überrollt werden und die Schutz notwendig erscheinen lässt. Die Tragweite des „Framing“ in der Politik ist weitreichend und allgegenwärtig. Über Wörter und Begriffe wird unser Blick auf Geschehnisse in bestimmte Bahnen gelenkt – oft ohne, dass wir es merken.

Weiterlesen # Politisches Framing # Kommunikation

Der deutsche CEO, das unpolitische Wesen

01.09.2017 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

Wissen Sie, wie der CEO der Deutschen Post, Frank Appel, zur AfD steht? Oder Daimler-Chef Dieter Zetsche zur Entdemokratisierung in der Türkei? Nein? Kein Wunder. Deutsche CEOs äußern sich öffentlich selten oder gar nicht zu politischen Themen. Damit vermeiden sie zwar Angriffsfläche auf ihr Unternehmen, aber sie verschenken auch Chancen für mehr Sympathie.

Weiterlesen # Parteipolitik # CEO # Haltung # Corporate Social Responsibility # Corporate Governance

Unsere Top 5 Kommunikationstipps für internationale Unternehmen

14.06.2017 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

Deutschland ist eine Stabilitätsoase. Immer mehr internationale Unternehmen wollen in den deutschen Markt investieren, insbesondere Firmen aus Großbritannien und China. Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) plant jedes siebte britische Unternehmen, zumindestens Teile ihrer Tätigkeit auf das europäische Festland zu verlagern. Weiter gaben 54 Prozent dieser Unternehmen an, dass Deutschland ihr bevorzugtes Ziel sei.

Weiterlesen # MarketEntry # Germany # Unternehmenskommunikation # GatewaytoGermany

2017: Die „ismus-Trends“ und ihre Folgen für die Kommunikation

19.12.2016 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Thomas Stein

Ob Brexit, Erdogan, die Trump-Wahl oder der Aufschwung der extrem linken und rechten Parteien in Griechenland, Spanien, Frankreich, Polen, Ungarn, Holland, Österreich oder Deutschland: 2016 war kein gutes Jahr für freiheitlich und europafreundlich denkende Demokraten. Damit zeichnen sich Trends ab, die unsere gesellschaftliche Ordnung und die Kommunikation grundlegend verändern. Und es geht längst nicht nur um eine Verschiebung der relevanten Kommunikationskanäle, sondern vor allem um Inhalte und Tonalität.

Weiterlesen # Brexit # Donald Trump # 2017 # Kommunikationstrends # Populismus

Tit for tat

31.08.2016 Krise & Wandel von Thomas Stein

Volkswagen zahlt im Dieselskandal in den USA zur Wiedergutmachung bis zu 14,7 Milliarden Dollar Apple soll bis zu 13 Milliarden Euro Steuern in Irland nachzahlen. Die Summen sind umgerechnet nahezu identisch. Zahlt die EU hier also mit gleicher Münze heim oder geht es doch – unabhängig voneinander – jeweils um Recht und Gerechtigkeit? Wie auch immer, auf Sympathie der oder gar Unterstützung durch Kunden und Öffentlichkeit dürfen beide Unternehmen kaum hoffen.

Weiterlesen # Volkswagen # Apple # ttip # EU

Bye bye, Britannien

24.06.2016 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

Nun also doch. Die Mehrheit der Briten hat sich für den Austritt aus der EU entschieden. Kommunikativ und organisatorisch trifft das die Unternehmen in Deutschland völlig unvorbereitet. So gab bei einer (nicht repräsentativen) Umfrage von Instinctif Partners im Vorfeld der Entscheidung nur etwa jeder siebte Befragte an (15%), dass er um die Folgen eines Brexit für das eigene Unternehmen weiß. Sieben von zehn Befragten gaben zudem an, dass im eigenen Unternehmen nicht einmal auf Führungsebene über die Folgen eines Brexit diskutiert oder informiert wurde. Um Vertrauen in die Stärke und Weitsicht der Unternehmensführung zu sichern, ist spätestens jetzt Dringlichkeit geboten.

Weiterlesen # Brexit # EU

Kein Wort über Brexit

13.04.2016 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

Die Bank of America warnte jüngst ihre Mitarbeiter davor, das Wort „Brexit“ gegenüber Kunden in den Mund zu nehmen. Das Thema auszublenden, ist eine mögliche Strategie. Instinctif Partners empfiehlt Unternehmen in Deutschland eine andere – und hat dafür erstmals eine kostenfreie „Instant-Beratung“ entwickelt. 

Weiterlesen # Brexit # Großbritannien # EU

Gut geht anders – Interviews im Reset

20.01.2016 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

„Wenn Du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben“, wusste Boethius, der römische Philosoph und Politiker. In einem Interview ist Schweigen naturgemäß nicht Sinn der Sache, darum sollte jede Antwort und Aussage vorab wohl überlegt sein. Was der Vorstandsvorsitzende der VW AG, Matthias Müller, in einem Radio-Interview nicht bedachte, sollte die Kommunikationsabteilung im Nachgang korrigieren. Entsprechend baten die PR-Verantwortlichen den US-amerikanischen Radiosender NFP darum, das Interview mit Müller zu wiederholen. Der Radiosender ließ sich darauf ein. Im Ergebnis blieb dies aus Sicht von VW aber erfolglos, da das ursprüngliche Interview zum Teil bereits gesendet wurde und der Korrekturversuch auch deshalb im Nachgang verpuffte. Vermutlich hatte sich der Radiosender überhaupt nur deswegen auf ein zweites Interview eingelassen, um von Müller selbst zu erfahren, welche seiner Aussagen VW denn im Nachgang als Fehler empfand und wie diese korrigiert werden sollten.

Weiterlesen # Interview # Reputation # Unternehmen

Digital-Kultur-Check: Mehr Licht als Schatten

26.11.2015 Digitale Kommunikation von Thomas Stein

Unternehmen müssen ihren Stakeholdern berichten, wie sie der Digitalisierung der Wirtschaft begegnen. Und sie müssen die neuen Kommunikationskanäle nutzen, um ihre Botschaften in die digitale Welt zu tragen. Eine aktuelle Studie von Instinctif Partners zeigt, wer im digitalen Zeitalter angekommen ist – und wer nicht.

Weiterlesen # Digitalisierung # Kultur # Unternehmen

CEO-Wechsel nach Machiavelli

21.04.2015 CEO-Positionierung von Thomas Stein

Führungskräfte berufen sich nur all zu gern auf den italienischen Philosophen und Politiker Niccolò Machiavelli, wenn sie unliebsame, bisweilen rücksichtslos erscheinende Maßnahmen ergreifen. Dies gilt beim Einstieg eines neuen CEOs, der Handlungsfähigkeit beweisen und sich Respekt verschaffen will, umso mehr. Gleichzeitig wird Machiavelli Unrecht getan, wenn man ihn ausschließlich und aus heutiger Sicht mit einer amoralischen Führungskultur in Verbindung bringt. CEOs, die sich als „harte Hunde“ inszenieren, wenig kommunizieren und sich rücksichtslos zeigen, verlieren die Loyalität ihrer Mitarbeiter. Damit gefährden sie durch Motivationserosion und Mitarbeiterflucht den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens – und betreiben so das Gegenteil von Machiavellis Machterhaltungsstrategie.

Weiterlesen # CEO # Führung # Kommunikation

1 2 Seite 1 von 2