Wenn der Staatsanwalt klingelt – Strafrecht und PR

13.06.2019 Krise & Wandel von Thomas Stein 

Ob Steuerhinterziehung, Dieselskandal oder Untreue – staatsanwaltliche Ermittlungen und Gerichtsprozesse sind regelmäßig Teil der Berichterstattung in den Medien. Das öffentliche Interesse ist besonders groß, wenn sich Ermittlungen gegen bekannte Unternehmen oder prominente Persönlichkeiten richten. Der Schaden für die Reputation entsteht bereits vor der (möglichen!) Verurteilung. Aber kann man eine Berichterstattung verhindern?

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IT-Probleme der Commerzbank: Social Media unterläuft Krisenkommunikationsstrategie

11.06.2019 Krise & Wandel von Dr. Hubert Becker 

Am 3. Juni meldete die Commerzbank Probleme im Zahlungsverkehr auf den Konten ihrer Kunden. Ausgerechnet am ersten Bankarbeitstag im Monat funktionierten Überweisungen nicht. Zahllose Daueraufträge wurden nicht ausgeführt. Eingehende Zahlungen wurden nicht angenommen. Relativ schnell meldete die Commerzbank die Behebung des Fehlers. Allerdings blieb zunächst unklar, ob ausgefallene Überweisungen automatisiert nachgeholt würden. Und unklar ist auch weiterhin, wie Kontoinhaber von „verloren gegangenen“ eingehenden Zahlungen erfahren und diese nachfordern können. Ein spannendes IT-Problem, aber auch ein kommunikatives.

Weiterlesen # Krisenkommunikation # Commerzbank # Framing # Cyber-Krise

Die Causa Rezo – ein Plädoyer für eine souveräne Kommunikation im digitalen Neuland

29.05.2019 Krise & Wandel von Dr. Hubert Becker und Thomas Oster 

Man müsse über Regeln für „Meinungsmache“ reden, forderte Annegret Kramp-Karrenbauer am Tag nach der für die Union enttäuschenden Europawahl. Damit reagierte sie vor allem auf das Video des YouTubers Rezo mit dem Titel „Die Zerstörung der CDU“ sowie auf weitere Videos von 70 YouTubern. Sie alle hatten gegen die Wahl – unter anderem – der Union aufgerufen.

Weiterlesen # Rezo # Europawahl # CDU

Europa eint: erst die Interessen, dann die Werte

27.05.2019 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Johannes Zenner 

Die Europawahl und 70 Jahre deutsches Grundgesetz erinnern uns auch daran, welche Kompetenzen Deutschland und die EU weltweit eigentlich auszeichnen – und was sich wirtschaftspolitisch vor allem mit den USA erreichen lässt.

Kurz vor den Europawahlen ist das deutsche Grundgesetz 70 Jahre alt geworden. Es ist ohne Frage die beste Verfassung, die dieses Land je hatte, sowie die Grundlage für Deutschlands neue Akzeptanz ab 1949 in Europa – und weltweit. Deutschland und Europa konnten sich fortan schrittweise weiterentwickeln, mit global gestärkter Rolle auch dank enger Beziehungen zu den USA. Wesentlichen Beitrag dazu leistete die 1952 hierzulande gegründete „Atlantik-Brücke“, die das dünne Band zwischen Deutschland und den USA wieder stärkte.

Weiterlesen # Europa # USA # Atlantik-Brücke

Über EU-Wahlplakate und was wir von ihnen lernen können

24.05.2019 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Dr. Sebastian Schweinfurth und Alexander Weinberger 

Am Sonntag ist in Deutschland Europawahl. Doch viele der Wahlberechtigten scheinen sich zu fragen: Welche Wahl habe ich überhaupt, und wofür stehen die Parteien? Gerade zwischen den (ehemaligen) Volksparteien CDU/CSU und SPD nehmen die Wähler kaum inhaltliche Unterschiede wahr. Einer repräsentativen Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge sagen beispielsweise 47,4 Prozent der potenziellen SPD-Wähler, dass sich die beiden Parteien „weniger stark“ voneinander unterscheiden. Wodurch entsteht dieses Bild?

Weiterlesen # Europawahl 2019 # Unterscheidbarkeit # Parteiprogramme

Fonds-Muffel brauchen Leistung – und klare Worte

15.05.2019 Kapitalmarkt & Investor Relations von Johannes Zenner 

Sparen in Zeiten von Niedrigzinsen, längst kein Selbstläufer. Ganz gut geht das auf Dauer eigentlich nur über die Kapitalmärkte und hier in erster Linie mit Aktien. Auch wenn wir uns da bekanntlich eher schwertun, etwa im Vergleich zu USA und Großbritannien. Immerhin: Rund zehn Millionen Aktionäre gibt es hierzulande. Fünf Millionen davon setzen auf Aktienfonds. Das ist deutlich einfacher und bequemer als selbst weltweit die Märkte nach vielversprechenden Unternehmen zu durchkämmen – und immer das Depot im Blick behalten zu müssen. Schont Nerven und Lebenszeit.

Weiterlesen # Sparen # Niedrigzinsen # Aktienfonds

„Mit ohne“: Das IPO, das die Welt rettet

13.05.2019 Kapitalmarkt & Investor Relations von Ursula Querette 

Ein trauriges Bild gibt unser IPO-Markt dieses Jahr ab. Mit Frequentis hat der erste „echte“ deutsche Börsengang mit neu platzierten Aktien gerade erst stattgefunden. Obwohl: ganz „echt“ ist auch er nicht, denn der Firmensitz des Unternehmens ist in Wien und die Aktien wurden gleichzeitig in Wien und in Frankfurt gelistet.

Weiterlesen # Nachhaltigkeit # ESG # Fleischersatz # IPO

Maßgeschneidert überzeugen: Design ist mehr als Oberfläche

18.03.2019 Unternehmenskommunikation von Svenja Lahrmann und Andreas Hybel 

Apples Apfel ohne Biss-Ecke oder Coca-Cola in gelb-weiß? Nicht vorstellbar? Zunächst nicht, trotzdem sind Designveränderungen so alt wie die Markenwelt selbst. Als die Lufthansa nur noch in blau-weiß abhob oder der Collaboration-Dienst Slack sein neues Logo vorstellte, kochte die Diskussion hoch – nicht nur unter Designern. Auch Markenpsychologen und Berater meldeten sich zu Wort und warnten vor einem drohenden Imageverlust.

Weiterlesen # Design # Markenwelt # Kampagne

Cannabis – Gegen manche Berichterstattung scheint kein Kraut gewachsen

18.03.2019 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Thomas Stein 

Cannabis kann Menschen mit starken Schmerzen helfen, wieder ein lebenswertes Leben zu führen – bei einem im Vergleich zu vielen anderen Schmerzmitteln guten Nebenwirkungsprofil. Soweit die Fakten. Wer aber medizinisches Cannabis anbaut oder damit handelt, wird in Medienberichten oft als „Dealer“ bezeichnet, der dann auch noch „Millionen scheffeln will“. Warum schaffen es manche Medien nicht, Medizinalcannabis in ihrer Berichterstattung von illegalen Drogen zu trennen?

Weiterlesen # Medizinalcannabis # Gesundheitspolitik # Krankheit # Arzneimittel

Vom Hashtag zum Protest-Plakat

18.03.2019 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Kim Schach 

Die Debatte zur Neuregelung des EU-Urheberrechts verlagert sich vom Netz auf die Straße. Das vermeintlich digitale Nischenthema war mittlerweile sogar Aufmacher der Tagesschau. Die Entwicklung zeigt, dass der Einfluss sozialer Medien immer noch unterschätzt wird. Politische Akteure müssen besser darin werden, zu erkennen, wann sich die digitale Empörung aus der Echokammer der sozialen Netzwerke herausbewegt und zum Breitenthema der Öffentlichkeit wird.

Weiterlesen # EU-Urheberrecht # Soziale Medien # Upload-Filter

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