Gut geht anders – Interviews im Reset

20.01.2016 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

„Wenn Du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben“, wusste Boethius, der römische Philosoph und Politiker. In einem Interview ist Schweigen naturgemäß nicht Sinn der Sache, darum sollte jede Antwort und Aussage vorab wohl überlegt sein. Was der Vorstandsvorsitzende der VW AG, Matthias Müller, in einem Radio-Interview nicht bedachte, sollte die Kommunikationsabteilung im Nachgang korrigieren. Entsprechend baten die PR-Verantwortlichen den US-amerikanischen Radiosender NFP darum, das Interview mit Müller zu wiederholen. Der Radiosender ließ sich darauf ein. Im Ergebnis blieb dies aus Sicht von VW aber erfolglos, da das ursprüngliche Interview zum Teil bereits gesendet wurde und der Korrekturversuch auch deshalb im Nachgang verpuffte. Vermutlich hatte sich der Radiosender überhaupt nur deswegen auf ein zweites Interview eingelassen, um von Müller selbst zu erfahren, welche seiner Aussagen VW denn im Nachgang als Fehler empfand und wie diese korrigiert werden sollten.

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Digital-Kultur-Check: Mehr Licht als Schatten

26.11.2015 Digitale Kommunikation von Thomas Stein

Unternehmen müssen ihren Stakeholdern berichten, wie sie der Digitalisierung der Wirtschaft begegnen. Und sie müssen die neuen Kommunikationskanäle nutzen, um ihre Botschaften in die digitale Welt zu tragen. Eine aktuelle Studie von Instinctif Partners zeigt, wer im digitalen Zeitalter angekommen ist – und wer nicht.

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CEO-Wechsel nach Machiavelli

21.04.2015 CEO-Positionierung von Thomas Stein

Führungskräfte berufen sich nur all zu gern auf den italienischen Philosophen und Politiker Niccolò Machiavelli, wenn sie unliebsame, bisweilen rücksichtslos erscheinende Maßnahmen ergreifen. Dies gilt beim Einstieg eines neuen CEOs, der Handlungsfähigkeit beweisen und sich Respekt verschaffen will, umso mehr. Gleichzeitig wird Machiavelli Unrecht getan, wenn man ihn ausschließlich und aus heutiger Sicht mit einer amoralischen Führungskultur in Verbindung bringt. CEOs, die sich als „harte Hunde“ inszenieren, wenig kommunizieren und sich rücksichtslos zeigen, verlieren die Loyalität ihrer Mitarbeiter. Damit gefährden sie durch Motivationserosion und Mitarbeiterflucht den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens – und betreiben so das Gegenteil von Machiavellis Machterhaltungsstrategie.

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Handwerk ist besser als Zauberstab

26.09.2014 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

Der GDV Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vermeldet als Zwischenstand nach vier (!) Jahren gemeinsamer Arbeit mit einem Sprachwissenschaftler, dass bis jetzt 29 „Versicherungs-Bedingungswerke“ sprachlich überarbeitet worden sind. Ziel sei es, das Versicherungs-Chinesisch in Klartext zu bringen und für Verbraucher verständlicher zu machen. Weitere vier Jahre werden dann jetzt wohl benötigt, um ein verständliches Wort für „Versicherungs-Bedingungswerke“ zu finden.

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Guter Ruf. Alles gut?

08.08.2014 CEO-Positionierung von Thomas Stein

Roland Koch enttäuscht als Vorstandsvorsitzender bei Bilfinger und geht. Heute scheidet er offiziell aus dem Vorstand aus. Damit ist er nicht alleine. Konzernlenker scheitern oft, bleiben durchschnittlich nur drei Jahre im Amt. Doch woran liegt das? Ein gutes Reputationsmanagement könnte dem frühzeitig entgegen wirken.

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Bild’ dir deine Meinung!

31.03.2014 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

Krisen sind gut – für Journalisten und Medien sowie ihre Leser, Zuschauer und Zuhörer. Krisen liefern dringend benötigte Themen und die dafür notwendige Aufmerksamkeit. Die Berichterstattung zur Annexion der Krim durch Russland zeigt dabei beispielhaft, wie Medien Themen begleiten – und damit zur Eskalation beitragen.

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Beeinflusst öffentlicher Erwartungsdruck und Medienberichterstattung die Unabhängigkeit der Justiz?

18.03.2014 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

In einer bundesweiten Befragung gaben 55 Prozent der Richter und Staatsanwälte in Deutschland an, dass sie tatsächlich eine große (42 Prozent) oder sehr große (13 Prozent) Gefahr darin sehen, dass durch den öffentlichen Erwartungsdruck die Unabhängigkeit der Gerichte beeinträchtigt sehen. Richter und Staatsanwälte, die mit Strafverfahren befasst sind, die häufiger als andere Verfahren die Aufmerksamkeit der Medien und damit der Öffentlichkeit auf sich ziehen, äußerten sich dabei ähnlich. Hier sehen 44 Prozent eine große, ebenfalls 13 Prozent eine sehr große Gefahr.

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