Wie „Politisches Framing“ unsere Einstellung manipuliert

30.10.2017 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Thomas Stein

Nur wenige Stunden nach den Anschlägen vom 11. September sprach der damalige Präsident George W. Bush nicht über die „Toten", sondern über die „Gefallenen" der Angriffe – und hob die USA damit in den Kriegsmodus. Donald Trump wies seine Regierung an, künftig nicht mehr über „die globale Erderwärmung“, sondern ausschließlich von „Wetterextremen“ zu sprechen, um so die Bedeutung auf regionale Ereignisse zu reduzieren. In Deutschland wird der Begriff „Flüchtlingswelle“ verwendet, um eine physische Bedrohung darzustellen, von der wir überrollt werden und die Schutz notwendig erscheinen lässt. Die Tragweite des „Framing“ in der Politik ist weitreichend und allgegenwärtig. Über Wörter und Begriffe wird unser Blick auf Geschehnisse in bestimmte Bahnen gelenkt – oft ohne, dass wir es merken.

Weiterlesen # Politisches Framing # Kommunikation

Stakeholder-Dialog: Wenn jede Meinung zählt

07.02.2017 Unternehmenskommunikation von Cornelius Brand und Thomas Stein

Zur falschen Zeit am falschen Ort mit dem falschen Produkt? Zielgruppe verfehlt und kostbare Ressourcen versenkt! Dieses Negativ-Szenario aus dem „klassischen" Marketing kann auch das Ergebnis eines missratenen Stakeholder-Dialogs sein – mit verfehlten Botschaften an falsche Zielgruppen. Nur wer seine Anspruchsgruppen gut kennt, wird diesen Fehler vermeiden.

Weiterlesen # Stakeholder-Dialog # Stakeholder-Mapping # Stakeholder-Management # Kommunikation

Surfen mit Pikachu: Die Versicherungsbranche im Pokémon-Fieber

05.08.2016 Unternehmenskommunikation von Jennifer Gornicki & Nikolas Pohl

Pokémon Go hat vor wenigen Wochen einen weltweiten Hype ausgelöst. Nach nur 19 Tagen hatten mehr als 50 Millionen Nutzer das Spiel heruntergeladen, heute sind es mehr als 100 Millionen Downloads. Auch in Deutschland erfreut sich das Augmented Reality Game größter Beliebtheit, vor allem bei den 20- bis 30-Jährigen. Medien thematisieren den Hype und wecken damit ein noch breiteres Interesse an Pikachu & Co.

Weiterlesen # PokemonGO # Kommunikation # Online-Kommunikation # Fintech

Das Schlimmste ist Unsicherheit!

30.06.2016 Krise & Wandel von Hubert Becker

Zum Thema Brexit laufen die Drähte heiß: Informationen sammeln, Boden unter den Füßen gewinnen. Denn Unsicherheit ist nicht nur Gift für die Börse sondern auch schlecht für fast jedes Geschäft. Wo Fakten fehlen ist Vertrauen wichtiger denn je.

Weiterlesen # Brexit # Kommunikation # Public Affairs

Kommunikations-GAU TTIP

17.05.2016 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Natalie Hallensleben

Kaum hatte US-Präsident Obama seine „TTIP-Werbetour“ in Großbritannien und in Deutschland beendet, da sorgte die Veröffentlichung geheimer Verhandlungsdokumente für neuen Ärger. Mittlerweile zweifeln auch zunehmend politische Akteure daran, dass die TTIP-Verhandlungen Ende dieses Jahres abgeschlossen werden – immer mehr Bürger in Deutschland sprechen sich gegen das Abkommen aus.

Weiterlesen # Politik # TTIPVerhandlungen # Kommunikation # TTIPLeaks

DLD16 special: Communicating digital culture drives reputation

18.01.2016 Digitale Kommunikation von Frederic Van Camp

The Digital-Life-Design conference 2016 once again brings together the global digital movers and shakers, but with a focus to think and philosophise. Day one saw thought-inspiring speeches on "life in the infosphere" (Luciano Floridi), about "the exchange rate" of personal data (Margrethe Vestager) or explaining the "third industrial revolution" (Jeremy Rifkin).

Weiterlesen # Kommunikation # Digitalisierung

Zweifelhafte Zahlenmagie

15.01.2016 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Cornelius Brand

40 Millionen, 1 Million, 200.000, 2020, 2036, 1.000. Dies ist kein arithmetischer Intelligenztest, sondern eine relativ beliebige Menge „politischer Zahlen". Bis auf eine entstammen alle der jüngeren oder jüngsten Vergangenheit, weshalb sich bei vielen auch rasch die richtige Assoziation herleiten lässt: Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr; 1 Million Elektroautos bis 2020, keine Verbrennungsmotoren mehr in Deutschland ab 2036; mindestens 1.000 abgeschobene Flüchtlinge pro Tag. Die 40 Millionen entstammen der – auch hochpolitischen – Planung der Weltausstellung 2000 in Hannover: So viele Besucher aus aller Welt würden, so hatten es Berater 1997 prognostiziert, die 153-tägige Veranstaltung besuchen. Was all diesen Zahlen gemeinsam ist? Sie waren unrealistisch, wurden nicht erreicht oder waren nie erreichbar – dies zumindest würden wir den beiden vor uns liegenden Daten unterstellen, ohne hellsehen zu können. Die Weltausstellung ging mit einem Milliardendefizit zulasten des Steuerzahlers zu Ende, weil „nur“ 18 Millionen Menschen gekommen waren. Unter anderem, weil das Vermarktungskonzept der Riesenzahl nicht gerecht wurde, an der man sich gerne berauschte.

Weiterlesen # Politik # Kommunikation # Wirtschaft

Die Leitmedien und das Sommermärchen

26.10.2015 Unternehmenskommunikation von Matus Qurbany

Was denn nun? Basierte der Zuschlag für das Sommermärchen auf einer perfekten Präsentation oder doch nur auf dem schnöden Mammon? Seit Tagen streiten sich der Spiegel auf der einen Seite und erboste Journalisten aus der ganzen Republik auf der anderen Seite, ob die WM 2006 in Deutschland gekauft war oder nicht. Doch anstatt die Aufklärung des Skandals seriös voranzutreiben, kratzen die Medien mit der Art der Berichterstattung an ihrer eigenen Reputation.

Weiterlesen # Kommunikation # Reputation

Der Bürgerdialog: Merkel fragt – und Deutschland antwortet?

29.04.2015 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Natalie Knapp

Bereits zum zweiten Mal während ihrer Kanzlerschaft will Angela Merkel wissen, was den Bürgern im Leben wichtig ist. Im Gegensatz zu 2012 ist bei diesem Bürgerdialog auch der Koalitionspartner SPD mit an Bord. Die Politik will raus aus dem Elfenbeinturm und dem Bürger signalisieren, dass es auf seine Bedürfnisse ankommt. Das Motto des Dialogs lautet „Gut leben in Deutschland – Was uns wichtig ist“. Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel haben bei der Auftaktveranstaltung in Berlin bereits geantwortet: Für Gabriel sind seine Töchter wichtig, für Merkel Gesundheit und dass ihr die Arbeit Spaß macht. Ist das die Kommunikation, die es braucht, um die Lücke zwischen Politik und Bevölkerung zu schließen?

Weiterlesen # Politik # Kommunikation # Dialog

CEO-Wechsel nach Machiavelli

21.04.2015 CEO-Positionierung von Thomas Stein

Führungskräfte berufen sich nur all zu gern auf den italienischen Philosophen und Politiker Niccolò Machiavelli, wenn sie unliebsame, bisweilen rücksichtslos erscheinende Maßnahmen ergreifen. Dies gilt beim Einstieg eines neuen CEOs, der Handlungsfähigkeit beweisen und sich Respekt verschaffen will, umso mehr. Gleichzeitig wird Machiavelli Unrecht getan, wenn man ihn ausschließlich und aus heutiger Sicht mit einer amoralischen Führungskultur in Verbindung bringt. CEOs, die sich als „harte Hunde“ inszenieren, wenig kommunizieren und sich rücksichtslos zeigen, verlieren die Loyalität ihrer Mitarbeiter. Damit gefährden sie durch Motivationserosion und Mitarbeiterflucht den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens – und betreiben so das Gegenteil von Machiavellis Machterhaltungsstrategie.

Weiterlesen # CEO # Führung # Kommunikation

1 2 3 Seite 1 von 3