Strafzinsen: Eine neue Angst geht um

08.08.2019 Kapitalmarkt & Investor Relations von Johannes Zenner 

Pech für Sparer: Nix los fürs Moos. Das Institut der deutschen Wirtschaft sagt, dass wir mindestens bis zum Jahr 2050 mit Mickerzinsen leben müssen. Der Hintergrund:

1. Gesellschaft: Die Zinsen in allen Industrieländern sinken schon seit Beginn der 1990er-Jahre. Liegt am demografischen Wandel. Wir werden immer älter. Beispiel: Deutschland. Immer mehr Menschen bereiten sich auf ein langes Leben vor, sparen zunehmend für später. Folge: Weniger Ausgaben, weniger Zinsspielraum.

2. Wirtschaft: Parallel gehen die Investitionen der Unternehmen zurück, auch weil die Geschäftsbeziehungen, ohnehin weltweit immer vernetzter, weniger kalkulierbar und damit steuerbar werden. Die Risikobereitschaft sinkt. Dieser Investitionsstau drückt auch den Zins.

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Wörter wirken – es ist Zeit für die Große Koalition statt einer kleinen GroKo

15.03.2018 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Bernd Buschhausen 

Nach fast einem halben Jahr ist es soweit: Angela Merkel ist vom Bundestag zur neuen Kanzlerin gewählt worden, die neue Bundesregierung hat sich formiert, der Koalitionsvertrag als Arbeitsplan der Legislaturperiode geht in die Umsetzung.

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Von Balkonien zum Maulkorb: Kommunikative Lehren aus den Sondierungsgesprächen

17.01.2018 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Natalie Hallensleben 

Knapp vier Monate sind seit der Bundestagswahl vergangen, und Deutschland hat immer noch keine neue Regierung. Nachdem die FDP die Jamaika-Sondierungen nach wochenlangen Verhandlungen überraschend platzen ließ, konnten sich Union und SPD in Blitzsondierungen fast planmäßig auf erste Ergebnisse einigen. Trotzdem ist die Aufnahme formaler Koalitionsverhandlungen aufgrund des möglichen Widerstandes der SPD-Basis unklar. Egal, wie es letztendlich ausgeht, klar ist: Die Sondierungen „Jamaika“ und „GroKo“ unterscheiden sich deutlich, was Vorgehen und Kommunikation betrifft.

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Wie „Politisches Framing“ unsere Einstellung manipuliert

30.10.2017 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Thomas Stein 

Nur wenige Stunden nach den Anschlägen vom 11. September sprach der damalige Präsident George W. Bush nicht über die „Toten", sondern über die „Gefallenen" der Angriffe – und hob die USA damit in den Kriegsmodus. Donald Trump wies seine Regierung an, künftig nicht mehr über „die globale Erderwärmung“, sondern ausschließlich von „Wetterextremen“ zu sprechen, um so die Bedeutung auf regionale Ereignisse zu reduzieren. In Deutschland wird der Begriff „Flüchtlingswelle“ verwendet, um eine physische Bedrohung darzustellen, von der wir überrollt werden und die Schutz notwendig erscheinen lässt. Die Tragweite des „Framing“ in der Politik ist weitreichend und allgegenwärtig. Über Wörter und Begriffe wird unser Blick auf Geschehnisse in bestimmte Bahnen gelenkt – oft ohne, dass wir es merken.

Weiterlesen # Politisches Framing # Kommunikation

Stakeholder-Dialog: Wenn jede Meinung zählt

07.02.2017 Unternehmenskommunikation von Cornelius Brand und Thomas Stein 

Zur falschen Zeit am falschen Ort mit dem falschen Produkt? Zielgruppe verfehlt und kostbare Ressourcen versenkt! Dieses Negativ-Szenario aus dem „klassischen" Marketing kann auch das Ergebnis eines missratenen Stakeholder-Dialogs sein – mit verfehlten Botschaften an falsche Zielgruppen. Nur wer seine Anspruchsgruppen gut kennt, wird diesen Fehler vermeiden.

Weiterlesen # Stakeholder-Dialog # Stakeholder-Mapping # Stakeholder-Management # Kommunikation

Surfen mit Pikachu: Die Versicherungsbranche im Pokémon-Fieber

05.08.2016 Unternehmenskommunikation von Jennifer Gornicki & Nikolas Pohl 

Pokémon Go hat vor wenigen Wochen einen weltweiten Hype ausgelöst. Nach nur 19 Tagen hatten mehr als 50 Millionen Nutzer das Spiel heruntergeladen, heute sind es mehr als 100 Millionen Downloads. Auch in Deutschland erfreut sich das Augmented Reality Game größter Beliebtheit, vor allem bei den 20- bis 30-Jährigen. Medien thematisieren den Hype und wecken damit ein noch breiteres Interesse an Pikachu & Co.

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Das Schlimmste ist Unsicherheit!

30.06.2016 Krise & Wandel von Dr. Hubert Becker 

Zum Thema Brexit laufen die Drähte heiß: Informationen sammeln, Boden unter den Füßen gewinnen. Denn Unsicherheit ist nicht nur Gift für die Börse sondern auch schlecht für fast jedes Geschäft. Wo Fakten fehlen ist Vertrauen wichtiger denn je.

Weiterlesen # Brexit # Kommunikation # Public Affairs

Kommunikations-GAU TTIP

17.05.2016 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Natalie Hallensleben 

Kaum hatte US-Präsident Obama seine „TTIP-Werbetour“ in Großbritannien und in Deutschland beendet, da sorgte die Veröffentlichung geheimer Verhandlungsdokumente für neuen Ärger. Mittlerweile zweifeln auch zunehmend politische Akteure daran, dass die TTIP-Verhandlungen Ende dieses Jahres abgeschlossen werden – immer mehr Bürger in Deutschland sprechen sich gegen das Abkommen aus.

Weiterlesen # Politik # TTIPVerhandlungen # Kommunikation # TTIPLeaks

DLD16 special: Communicating digital culture drives reputation

18.01.2016 Digitale Kommunikation von Frederic Van Camp 

The Digital-Life-Design conference 2016 once again brings together the global digital movers and shakers, but with a focus to think and philosophise. Day one saw thought-inspiring speeches on "life in the infosphere" (Luciano Floridi), about "the exchange rate" of personal data (Margrethe Vestager) or explaining the "third industrial revolution" (Jeremy Rifkin).

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Zweifelhafte Zahlenmagie

15.01.2016 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Cornelius Brand 

40 Millionen, 1 Million, 200.000, 2020, 2036, 1.000. Dies ist kein arithmetischer Intelligenztest, sondern eine relativ beliebige Menge „politischer Zahlen". Bis auf eine entstammen alle der jüngeren oder jüngsten Vergangenheit, weshalb sich bei vielen auch rasch die richtige Assoziation herleiten lässt: Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr; 1 Million Elektroautos bis 2020, keine Verbrennungsmotoren mehr in Deutschland ab 2036; mindestens 1.000 abgeschobene Flüchtlinge pro Tag. Die 40 Millionen entstammen der – auch hochpolitischen – Planung der Weltausstellung 2000 in Hannover: So viele Besucher aus aller Welt würden, so hatten es Berater 1997 prognostiziert, die 153-tägige Veranstaltung besuchen. Was all diesen Zahlen gemeinsam ist? Sie waren unrealistisch, wurden nicht erreicht oder waren nie erreichbar – dies zumindest würden wir den beiden vor uns liegenden Daten unterstellen, ohne hellsehen zu können. Die Weltausstellung ging mit einem Milliardendefizit zulasten des Steuerzahlers zu Ende, weil „nur“ 18 Millionen Menschen gekommen waren. Unter anderem, weil das Vermarktungskonzept der Riesenzahl nicht gerecht wurde, an der man sich gerne berauschte.

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