Wie „Politisches Framing“ unsere Einstellung manipuliert

30.10.2017 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Thomas Stein

Nur wenige Stunden nach den Anschlägen vom 11. September sprach der damalige Präsident George W. Bush nicht über die „Toten", sondern über die „Gefallenen" der Angriffe – und hob die USA damit in den Kriegsmodus. Donald Trump wies seine Regierung an, künftig nicht mehr über „die globale Erderwärmung“, sondern ausschließlich von „Wetterextremen“ zu sprechen, um so die Bedeutung auf regionale Ereignisse zu reduzieren. In Deutschland wird der Begriff „Flüchtlingswelle“ verwendet, um eine physische Bedrohung darzustellen, von der wir überrollt werden und die Schutz notwendig erscheinen lässt. Die Tragweite des „Framing“ in der Politik ist weitreichend und allgegenwärtig. Über Wörter und Begriffe wird unser Blick auf Geschehnisse in bestimmte Bahnen gelenkt – oft ohne, dass wir es merken.

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