Asset Management: Blog-Beiträge lösen Investment aus

11.06.2015 Digitale Kommunikation von Frederic Van Camp

Im Asset Management werden glaubwürdige Marken nicht allein durch die langfristig überdurchschnittliche Wertentwicklung der jeweiligen Fondsprodukte aufgebaut. Das konsistente Senden der richtigen Botschaften mit passender Tonalität und über glaubwürdige Medien ist ebenso entscheidend. Social Media verändert dabei die Spielregeln nachhaltig, bietet aber die Möglichkeit für ein höheres „Return on Reputation“.

Umfragen haben gezeigt, dass die meisten Investoren und Analysten aus den USA, Europa und Asien für berufliche Zwecke Blogs lesen. Auch Mikro-Blogging-Formate wie Twitter werden genutzt, um sich rund um Investments zu informieren. Und es bleibt nicht allein beim Lesen. Viele Analysten und Investoren geben an, dass sie schon öfters einem Sachverhalt nachgegangen sind, auf den sie zuvor über einen Blog-Artikel aufmerksam geworden sind. Fast jede dritte Investment-Entscheidung baut demnach auf Informationen auf, die einen Blog-Beitrag als Ursprung haben.

Auch Asset Manager müssen über Social Media-Kanäle kommunizieren

Eine starke Präsenz auf Social Media-Kanälen ist mehr als nur jüngere Investoren abzuholen und sie als Entscheidungsträger von Morgen frühzeitig an sich zu binden. Diese häufig im Asset Management verbreitete Sichtweise greift viel zu kurz. Digitale Kommunikationswege sind nicht die Zukunft – sie sind die Gegenwart.

Dennoch sehen nicht alle Asset Manager die Notwendigkeit, ihre Zeit und Ressourcen in Social Media zu investieren. Viele sind skeptisch, ob Social Media dem Neugeschäft hilft und fürchten vor allem die Risiken. Dabei wiegen die Vorteile einer professionellen Social Media-Präsenz die Nachteile auf:

  • Näher am Markt. Ein strukturiertes Monitoring von relevanten Themen auf Social Media-Kanälen liefert Einblicke in das Marktgeschehen und deckt Entscheidungspunkte für das Neugeschäft auf.

  • Näher am Kunden. In der digitalen Welt bietet Social Media das Äquivalent zum persönlichen Kontakt und die Möglichkeit zum regelmäßigen, informellen und effizienten Austausch mit Kunden. Das wiederum zahlt auf das Vertrauen und die Loyalität des Kunden ein.

  • Vernetzt mit der jüngeren Generation. Die Kundenbasis vieler Berater altert rapide, während die Ansprache jüngerer Zielgruppen vielen Kopfschmerzen bereitet. Social Media öffnet den Dialog zu jüngeren Zielgruppen im Hinblick auf Endkunden und Entscheider.

  • Wertvoller Reputationsfaktor. Aktive Kommunikation über Social Media wird als ein Zeichen von Transparenz und Vertrauenswürdigkeit honoriert. Mit den richtigen Botschaften und Inhalten zahlen Expertise und „Thought-Leadership“ extrem positiv auf Reputation und Marke ein.

Diejenigen, die das Thema weiterhin meiden oder es als weniger bedeutend einstufen, kehren ihrem zukünftigen Neugeschäft den Rücken. Eine aktive Social Media-Strategie zahlt sich aus, indem sie die Kommunikation für Asset Manager zukunftssicher macht.

# Asset Management # Reputation # Social Media

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