Digital-Kultur-Check: Mehr Licht als Schatten

26.11.2015 Digitale Kommunikation von Thomas Stein

Unternehmen müssen ihren Stakeholdern berichten, wie sie der Digitalisierung der Wirtschaft begegnen. Und sie müssen die neuen Kommunikationskanäle nutzen, um ihre Botschaften in die digitale Welt zu tragen. Eine aktuelle Studie von Instinctif Partners zeigt, wer im digitalen Zeitalter angekommen ist – und wer nicht.

Die umfangreiche Kommunikationsanalyse der 30 umsatzstärksten Unternehmen aus den Branchen Industrie und Maschinenbau, Banken und Versicherungen sowie Chemie und Pharma verdeutlicht, dass sich diese zum Teil bereits umfassend mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen oder die digitalen Kommunikationskanäle im Dialog mit Kunden und Öffentlichkeit nutzen. Besonders überzeugt haben dabei Siemens, Daimler und Deutsche Bank. Sowohl in der strategischen Bedeutung, die sie dem Thema Digitalisierung beimessen, als auch bei der Nutzung digitaler Kommunikationskanäle zeigen sich die drei Unternehmen besonders engagiert und erhielten als einzige der 30 untersuchten Unternehmen die Höchstwertung von fünf Sternen. Insgesamt sieben Unternehmen erhielten keinen Stern.

Die Schlusslichter in Sachen Kommunikation und Digitalisierung, allen voran Salzgitter und Rheinmetall, kommunizieren zwar in Ansätzen digital, sie räumen dem Thema jedoch in der Kommunikation keine hohe strategische Bedeutung ein. Die größten Unterschiede innerhalb der drei untersuchten Branchen ließen sich dann auch im Sektor Industrie und Maschinenbau feststellen. Im Finanzsektor zeigen sich die Banken überraschend gut in der digitalen Welt aufgestellt. Zumindest kommunikativ bewegen sie sich auf Augenhöhe mit ihren digitalen Herausforderern, den Fintechs. Insgesamt hinken die Versicherer den Banken hier etwas hinterher. Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche schöpfen wiederum das Potenzial des Megatrends Digitalisierung noch nicht voll aus, wenngleich die bestehenden digitalen Kommunikationskanäle bereits relativ gut genutzt werden. Bayer und BASF (jeweils vier Sterne) zeigen zudem handwerkliche Exzellenz beim Bedienen der digitalen Kanäle. Allerdings sprechen die Unternehmen nur sehr wenig über die Digitalisierung und wie diese ihr Geschäft in Zukunft verändern wird.

Eine Zusammenfassung der Digital-Kultur-Studie und Grafiken zur Übersicht sind erhältlich unter www.instinctif.de/DigitalKulturCheck. Unternehmen haben die Möglichkeit, sich ihre Ergebnisse detailliert präsentieren zu lassen oder einen Digital-Kultur-Check für sich zu beauftragen.

# Digitalisierung # Kultur # Unternehmen

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