Kommunikation 4.0 - Zurück zu den Anfängen

27.03.2015 Digitale Kommunikation von Jens Bizan 

Big Data, Social Business, Internet der Dinge, Sicherheitsstandards. Dies sind nur einige der „Megatrends“, die in der vergangenen Woche auf der CeBIT diskutiert wurden. Die ökonomischen Potenziale aber auch Herausforderungen für die Gesellschaft, die sich aus diesen ergeben, sind enorm und müssen, gerade in Deutschland, endlich strukturiert angegangen werden.

Allerdings scheinen – so war auch von zahlreichen Ausstellern auf der CeBIT zu hören – diese Trends und das nötige technische Verständnis viele potenzielle Nutzer im privaten wie im geschäftlichen Bereich abzuschrecken. Der Wunsch, bereits bewährte Techniken zu erhalten, statt sich umgewöhnen zu müssen, ist für viele Unternehmen eine große Herausforderung. Ein Beispiel dazu: Jeder kennt das berühmte „E-Mail Ping-Pong“, wenn mehrere Mitglieder eines Teams, oft an verschiedenen Orten auf der Welt verstreut, gleichzeitig an einem Dokument arbeiten. Am Ende des Tages wurden dutzende Versionen dieses Dokuments hin- und hergeschickt, wobei es nahezu unmöglich ist den Überblick zu behalten.

Dieses Prinzip der Kommunikation, beziehungsweise das Kommunikationsmittel E-Mail insgesamt, gilt vielen Ausstellern auf der CeBIT als veraltet. Und es stimmt: Alleine aus datenschutzrechtlicher Sicht ist eine (unverschlüsselte) E-Mail nichts anderes als eine elektronische Postkarte. Jeder kann sie auf ihrem Weg lesen und der Zeitraum zwischen Verfassen, Verschicken, Lesen und Antworten ist oft zu lang. Trotzdem hat sich dieses Prinzip für viele Nutzer bewährt und ein Abschied von dieser Art der Kommunikation erscheint unvorstellbar.

Dieses Verhalten ist zwar auf den ersten Blick nachvollziehbar. Sieht man aber hinter den technischen Schleier der eingangs genannten Begriffe, so erkennt man, worum es wirklich geht. Menschen soll geholfen werden, miteinander trotz größter Entfernungen so authentisch wie möglich und dabei noch streuverlustarm zu kommunizieren. Im Grunde sollen zahlreiche technische Entwicklungen die Effizienz steigern und die Kommunikation erleichtern – Ziele, denen sich wohl kaum ein Unternehmen verwehren würde. Die Zusammenführung all dieser Kommunikationsdienste in einheitlichen Benutzeroberflächen und Plattformen beschleunigt nicht nur alltägliche Prozesse, sie führt die digitale Kommunikation auch viel näher heran an ein „echtes“ Gespräch vor Ort. Über diese Entwicklungen und Trends soll das direkte Gespräch zwischen Menschen wieder in den Fokus rücken und so hilft Kommunikation 4.0, jene Kommunikation, die heute in Mails, Telefonate, Chats und Dokumente zerstückelt ist, zu vereinheitlichen. Sich diesem Trend zu öffnen, kann sich nur lohnen.

# Kommunikation # Digitalisierung # Megatrends

Zurück