Mit Sicherheit in die Zukunft – Das Davos der Agrarwirtschaft in Berlin

07.02.2017 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Bernd Buschhausen 

Im Januar war Berlin Gastgeber für die Entscheidungs- und Leistungsträgerelite der globalen Agrarwirtschaft und -politik. Die Internationale Grüne Woche (IWG) als „Davos des Agrarbusiness“ ist eine beeindruckende Leistungsschau für Verbraucher und Hersteller über die Innovationskraft des Sektors. Zugleich ist sie eine einflussreiche Diskussionsplattform für Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um Lösungen für die Zukunft voranzutreiben. Angesichts der anstehenden globalen Weichenstellungen für mehr Nachhaltigkeit und Sicherheit in der Agrarwirtschaft, lohnt es sich, die Ergebnisse der IWG auch hinsichtlich der Kommunikation entlang globaler Wertschöpfungsketten zu betrachten.

Die Diskussion um Ursachen und Folgen globaler Flüchtlingsströme machte auch vor der IWG nicht halt: Während im vergangenen Jahr die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Zentrum der Diskussion standen, spielte nun der Aspekt der Sicherheit in der Agrarwirtschaft in Zeiten globaler Flüchtlingskrisen eine wichtige Rolle bei den vielen Ministertreffen und -konferenzen im Rahmenprogramm der Messe.

Denn der politische Regulierungsdruck im Lebensmittelbereich steigt, zusätzlich befeuert durch die traditionellen Demonstrationen auf der IWG zu Themen wie Qualität, Verbraucherschutz oder Tierwohl. Wie Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, auf dem AGCO Africa Summit betonte, werden auf der Grünen Woche, dem Weltwirtschaftsforum, den G20-Treffen oder der Münchner Sicherheitskonferenz über die kommenden Monate wichtige Impulse und Weichen für die Gestaltung der globalen Rahmenbedingungen für mehr Sicherheit in der Agrarwirtschaft gesetzt.

Auch wir müssen diese Diskurse im Blick behalten und mit offener und ergebnisorientierter Kommunikation begleiten. Schließlich tragen Unternehmen der Agrarwirtschaft entlang ihrer Wertschöpfungskette eine besondere Verantwortung für Nachhaltigkeit und Sicherheit – auch in krisenanfälligen Ländern. Nachhaltigkeitsberichte sind dabei ein wichtiges Instrument, um den Wert der eigenen Tätigkeit zu dokumentieren, die Basis für technische Optimierung zu setzen und auch im Unternehmen Bewusstsein für die eigene Verantwortung und Tätigkeit zu schaffen.

Aber auch die offene Stakeholder-Kommunikation gewinnt mit der Verpflichtung zu mehr Nachhaltigkeit an Bedeutung. Denn der lösungsorientierte Umgang mit allen Anspruchsgruppen ist zentral für den Schutz der eigenen Reputation und die Voraussetzung für eine berechtigte Rolle in der Gestaltung der Rahmenbedingungen für eine bessere Zukunft.

# Agrarwirtschaft # Internationale Grüne Woche # Nachhaltigkeit # Regulierung # Christian Schmidt # Stakeholder

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