Politik wird wieder chic – NRW hat gewählt

16.05.2017 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Cornelius Brand

Das war nun schon der dritte Wahlabend in Folge, auf dem für jedermann sichtbar der Zement für eine Fortsetzung der Kanzlerschaft Angela Merkels angerührt worden ist. Nur ein weiterer beeindruckender Sieg der FDP und ein weiterer überraschender Sieg der CDU in NRW also? Es war wohl weit mehr als das: Wieder ist es – zumindest den Siegern – gelungen, Anhängerschaften sehr erfolgreich und auf den Punkt zu mobilisieren. Die saubere Analyse verfügbarer Daten über die Stammwähler und deren Nutzung im Straßenwahlkampf haben sich für die Wahlkämpfer der Union zum Beispiel mehr als ausgezahlt. Auch ohne die ungleich intimeren Datensätze, wie sie im US-Wahlkampf ganz selbstverständlich verwendet werden, lassen sich Streuverluste minimieren und Menschen erreichen.

Und auch Nichtwähler wurden in großer Zahl mobilisiert. Allein die Union hat 430.000 Politikaussteiger vom Neu-Wählen überzeugt. Insgesamt und über alle Parteien hinweg waren es knapp 850.000.

Dass die Politik so viele Menschen überzeugen konnte, die Wahl als eine der besten Möglichkeiten zur Partizipation zu sehen und zu nutzen, ist eine enorm positive Nachricht. Lorbeeren zum Ausruhen sind das aber keinesfalls. Es steckt eine deutliche Aufforderung an die Gewählten darin: „Macht Euren Job!" In NRW heißt das vor allem: Kümmert euch um Infrastruktur, Bildung, Finanzen und Arbeitsbedingungen.

Niemand unterschätze ob des Ergebnisses die Wähler: Sie haben den Wahlsiegern zwar einen ordentlichen Vertrauensvorschuss gewährt – aber sie können auch anders. Gut zu wissen, dass die demokratische Mechanik nicht eingerostet ist.

# NRWWahl # Landtagswahl # CDU # Politik

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