Start-ups: Jung sein, erwachsen kommunizieren

06.12.2018 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Thomas Stein 

Der Hype um Start-ups hält an. In den „Höhlen der Löwen“ wurde von den jungen Unternehmen in Richtung Investoren gut kommuniziert. In Deutschland sammelten Start-ups 2017 rund 4,3 Milliarden Euro Wagniskapital ein. Bei der Kommunikation in Richtung Öffentlichkeit gibt es jedoch Nachholbedarf.

Kommunikation ist nicht alles, aber ohne Kommunikation ist alles nichts. Die Alleinstellung eines neuen Unternehmens im Markt erklären, Strategie und Zweck des Unternehmens an die Mitarbeiter vermitteln oder Journalisten davon überzeugen, dass mehr als nur Kosten produziert und Visionen erdacht werden – alles Aufgaben einer guten Kommunikation. In der Praxis wurde in Start-ups Kommunikation oft vom Gründer-Team und/oder einem auserkorenen Marketing-Verantwortlichen „nebenbei“ mit erledigt. Strategische PR ist das nicht. Und nachhaltiges Vertrauen bei wichtigen Stakeholdern wird so eher selten bis zufällig erzeugt.

Seit einiger Zeit scheint sich diese Erkenntnis auch in den frisch gegründeten Unternehmen durchzusetzen. Immer mehr Start-ups investieren frühzeitig in gute Kommunikation und holen sich externe Hilfe durch Kommunikationsberater oder durch erfahrene Kommunikatoren intern mit an Bord. Sie erkennen, dass jugendlich frisches Denken zwar Vorteile hat, aber Erfahrung und strategische Kommunikation für besseres Verständnis und mehr Vertrauen bei den Zielgruppen sorgen. Gerade wenn ergänzende Finanzierungsrunden anstehen, zahlt sich eine bereits in der Vergangenheit etablierte, professionelle Kommunikation aus. Neue Investoren schauen darauf, wie ein Unternehmen im Markt wahrgenommen wird. Darum gilt für Start-ups: Jung sein und erwachsen kommunizieren ist kein Widerspruch, sondern hilfreich beim Erreichen der Geschäftsziele.

# Start-ups # Kommunikationsstrategie

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