Wörter wirken – es ist Zeit für die Große Koalition statt einer kleinen GroKo

15.03.2018 Gesellschaftspolitische Kommunikation von Bernd Buschhausen 

Nach fast einem halben Jahr ist es soweit: Angela Merkel ist vom Bundestag zur neuen Kanzlerin gewählt worden, die neue Bundesregierung hat sich formiert, der Koalitionsvertrag als Arbeitsplan der Legislaturperiode geht in die Umsetzung.

In Zeiten zunehmender globaler Risiken und weltweiter Krisen ist das eine gute Nachricht: Endlich stabilisiert sich der wichtige Machtanker in Europa. Die Erwartungen an die Bundesregierung sind groß, die Herausforderungen, die sie anpacken muss, noch größer.

Der Erfolg der neuen Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel wird letztendlich nicht an GroKo-Themen gemessen, wie etwa Stärkung der Pflege, Abschaffung einer sachgrundlosen Befristung oder Förderung des ländlichen Raums. Sie wird daran gemessen, wie sie gemeinsam mit unseren europäischen Partnern die großen Herausforderungen, Risiken und Krisen unserer Zeit angeht.

Insofern ist es richtig, dass im Koalitionsvertrag die Gestaltung und Stärkung der Europäischen Union an erster Stelle steht. Es bedarf einer wahrhaft Großen Koalition, um angesichts des Flüchtlingsdrucks, der transatlantischen Beziehungskrise mit Trump, der geopolitischen Machtbestrebungen Chinas und des aggressiven Drohverhaltens der russischen Regierung unter Putin die Zukunft Deutschlands und der EU nachhaltig zu gestalten. Allein deshalb sollten wir aufhören, abfällig von einer GroKo zu sprechen. Denn Wörter wirken.

# GroKo # Bundesregierung # Kommunikation

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