CSR: Die Macht der Anleger

21.11.2019 Kapitalmarkt & Investor Relations von Thomas Stein 

Der Weg in eine bessere Welt? Wird von Konsumenten ebenso wie von Anlegern und deren Entscheidungen mitgestaltet. Immer mehr Investoren fragen daher Unternehmen, was ihr Beitrag zu einer klimaneutralen Wertschöpfung ist und wie „unternehmerisch verantwortlich“ sie handeln.

Weil viele Konsumenten Gentechnik in Lebensmitteln ablehnen, hat die EU 2004 die Kennzeichnungspflicht eingeführt. Diese mag Lücken haben, letztlich bestärkt sie aber Unternehmen darin, gentechnikfreie Lebensmittel in den Handel zu bringen. Durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz wurden 2017 erstmals bestimmte Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, die Lageberichterstattung um eine nichtfinanzielle Erklärung zu erweitern oder einen gesonderten Bericht hierzu zu veröffentlichen. Es mag am „Greta-Effekt“ liegen oder eben an dieser Verpflichtung, dass immer mehr Investoren von Unternehmen, in die sie investieren möchten, umfassende Rechenschaft zu Nachhaltigkeitsthemen einfordern.

CSR als Quelle von Innovationen

Karoline Rosenberg, Co-Managerin des Fast Europe Fund von Fidelity sagte im Interview mit der Wirtschaftswoche: „Unsere Investoren fragen nach Klimaneutralität, und das sind dann auch die Fragen, die ich den Unternehmen stelle. Das treibt Unternehmen in die richtige Richtung.“ Die Unternehmen spüren und erleben diese zunehmende Rechenschaftspflicht – und reagieren. So haben viele Unternehmen begonnen, die „Nichtfinanzielle Erklärung“ auszuweiten und der Pflicht mit einem gesonderten Bericht nachzukommen. Gleichzeitig loten sie die Möglichkeiten aus, den CSR-Bericht mit Inhalten und Maßnahmen weiter zu füllen, um gesetzte Ziele zu erreichen und sich kontinuierlich zu verbessern.

Dabei geht es bei Nachhaltigkeit nicht allein darum, sich einen umweltfreundlicheren oder sozialeren Anstrich zu geben, um attraktiver auf Investoren, Kunden oder Mitarbeiter zu wirken. Ziel ist es vielmehr, besser zu werden. So sagte Michael E. Porter, der US-amerikanische Ökonom und Harvard-Professor, bereits 2006: „Analysieren Manager unternehmerisch verantwortliches Engagement ihrer Firmen mit denselben Methoden, die sie bei Entscheidungen über die Wahl von Kerngeschäften zugrunde legen, würden sie feststellen, dass CSR mehr sein kann als ein Kostenfaktor, ein Zwang oder reine Wohltätigkeit. Sie würden erkennen, dass diese Aufgabe neue Chancen eröffnet, dass sie eine Quelle von Innovationen und Wettbewerbsvorteilen sein kann.“

Awards für Instinctif Partners

Instinctif Partners unterstützt Unternehmen bei Ihrer Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit und in ihrer Kommunikation hierzu: bei der Wesentlichkeitsanalyse, der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie und eines Kommunikationskonzepts, der Umsetzung konkreter CSR-Projekte bis zur mit dem Geschäftsbericht kombinierten oder integrierten CSR-Berichterstattung nach Global Reporting Initiative-Standard (GRI) oder Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

Im November 2019 hat Instinctif Partners für die Arbeit zur Nachhaltigkeitskommunikation von Polymetal zwei Awards der IR Society Best Practice Awards 2019 erhalten.

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# CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz # Nachhaltigkeit

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