Das Schlimmste ist Unsicherheit!

30.06.2016 Krise & Wandel von Dr. Hubert Becker

Zum Thema Brexit laufen die Drähte heiß: Informationen sammeln, Boden unter den Füßen gewinnen. Denn Unsicherheit ist nicht nur Gift für die Börse sondern auch schlecht für fast jedes Geschäft. Wo Fakten fehlen ist Vertrauen wichtiger denn je.

Entsprechend dringend ist der Handlungsbedarf in der Unternehmenskommunikation. Im Vorfeld des Referendums stand die Kommunikation gegenüber Investoren und Mitarbeitern im Vordergrund. Jetzt ist zu prüfen, welche Signale gegenüber Kunden, Vertrieb und Geschäftspartnern nötig sind. Das Ziel: Unsicherheit vermeiden, Vertrauen stärken!

Für Unternehmen mit geschäftlichen Beziehungen zu Großbritannien bedeutet dies, nicht nur beruhigende Worte zu finden, die eher lähmen („...noch zwei Jahre Zeit...“), sondern klarzustellen, wie die Zukunft aussieht und welche Chancen im Idealfall JETZT bestehen. Die Kommunikationsstrategie muss darauf ausgerichtet sein, Bestandskunden Informationen zu liefern, die sie in ihrer Entscheidung bestätigen. Im Vertrieb ist dafür zu sorgen, dass gute Gründe an die Hand gegeben werden, die eigenen Produkte auch weiterhin und gerade jetzt zu (ver)kaufen.

Auch viele Unternehmen ohne direkten Bezug zur britischen Insel haben gegenüber ihren Kunden Kommunikationsbedarf oder können das Momentum nutzen, sich zu profilieren. Ein wichtiges Beispiel dafür sind Themen rund um Investment und Kapitalanlage. Hier findet sich fast immer ein internationaler Bezug. Wer jetzt aktiv aufklärt, schafft Vertrauen und kann profitieren. Andere Themen sind Datenschutz oder Regulierung: Wer hier unaufgefordert informiert, zeigt sich als vorausschauender Partner.

Instinctif Partners ist als Gruppe mit der größten Einheit in London und der zweitgrößten in Deutschland vom Brexit selbst betroffen. Daher haben wir uns frühzeitig mit dem Thema befasst. Unter anderem haben wir im Vorfeld eine kostenfreie „Instant-Beratung“ für Unternehmen angeboten. Nach der Entscheidung geht es um konkretes Handeln. Hinsichtlich der politischen Implikationen setzen wir auf die „Achse“ unserer Public-Affairs-Büros in London, Dublin, Brüssel und Berlin. Im direkten Austausch fließen alle relevanten Informationen zusammen. Sich abzeichnende Verhandlungspositionen werden ausgetauscht und bewertet. Daraus entstehen konkrete Handlungsvorschläge für unsere Klienten, wie sie notwendige Informationen frühzeitig erhalten, sich positionieren und aktiv (mit-)wirken können.

Letztlich ist die politische Bewertung nur ein Teil einer Kommunikationsstrategie. Instinctif hat für alle Themen rund um den Brexit eine international besetzte Task Force gebildet, die Public Affairs, Corporate Communications und Investor Relations verbindet. Denn nur im Austausch lässt sich die Komplexität des Themas erfassen und eine umfassende Kommunikationsstrategie entwickeln.

# Brexit # Kommunikation # Public Affairs

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