Bye bye, Britannien

24.06.2016 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

Nun also doch. Die Mehrheit der Briten hat sich für den Austritt aus der EU entschieden. Kommunikativ und organisatorisch trifft das die Unternehmen in Deutschland völlig unvorbereitet. So gab bei einer (nicht repräsentativen) Umfrage von Instinctif Partners im Vorfeld der Entscheidung nur etwa jeder siebte Befragte an (15%), dass er um die Folgen eines Brexit für das eigene Unternehmen weiß. Sieben von zehn Befragten gaben zudem an, dass im eigenen Unternehmen nicht einmal auf Führungsebene über die Folgen eines Brexit diskutiert oder informiert wurde. Um Vertrauen in die Stärke und Weitsicht der Unternehmensführung zu sichern, ist spätestens jetzt Dringlichkeit geboten.

Führungskräfte, Mitarbeiter, Investoren und andere Stakeholder müssen über die möglichen Folgen des Brexit für das Unternehmen informiert werden. Zur Vorbereitung einer guten Kommunikation und zur Vermittlung an die Stakeholder empfiehlt Instinctif Partners die folgenden vier Fragen zu beantworten:

• Wie ist das eigene Unternehmen mit Großbritannien verbunden (Gesellschaftsrechtlich, als Absatzmarkt, als Zulieferer, Produktion, Investoren etc.)?

• Sind spezifische EU-Regeln (z.B. für Produktnormen oder Arbeitnehmerüberlassung) innerhalb der Geschäftsbeziehung mit Großbritannien relevant für das Unternehmen?

• Welchen Anteil hat das Geschäft mit Großbritannien am gesamten Unternehmenserfolg?

• Welche direkten und indirekten Auswirkungen des Brexit lassen sich hieraus von der Geschäftsleitung ableiten und soweit absehen?

Die Beantwortung der Fragen schafft näherungsweise Klarheit für das Risiko des Unternehmens in Folge des Brexit. Auch wenn sich die Auswirkungen zu diesem Zeitpunkt sicher nicht exakt vorhersagen oder quantifizieren lassen, bekommen die Stakeholder damit zumindest etwas Orientierung. Das schafft Vertrauen in das Unternehmen und die Unternehmensleitung.

# Brexit # EU

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