Trotz Krisen: Deutschlands Image in der Welt bleibt positiv

19.11.2015 Unternehmenskommunikation von Jens Bizan 

Das Jahr 2015 ist gefühlt ein sehr schlechtes Jahr für Deutschlands Ruf. Nicht nur wegen der Krisen im Sport und in der Automobilindustrie, sondern auch wegen der internationalen Berichterstattung über die Pegida-Demonstrationen sorgen sich deutsche Führungskräfte um den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Sie gehen bei dieser Einschätzung davon aus, dass die Reputation eines Landes ähnlich fragil ist wie die eines Unternehmens, Verbandes oder einer öffentlichen Person. Irene Götz, Professorin am Institut für Volkskunde und Europäische Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, betont jedoch, das Image von Ländern hänge viel stärker mit emotionsgeladenen Großereignissen zusammen und sei daher beständiger. Das positive Bild, das die Welt insbesondere seit dem Sommermärchen von Deutschland hat, wird demnach nicht nachhaltig von den aktuellen Vorkommnissen erschüttert. Prägender für die aktuelle weltweite Wahrnehmung Deutschlands sind demnach die positiven Bilder von der Aufnahme hunderttausender Flüchtlinge.

Die Wahrnehmung eines Landes ist also mehr als die „Reputationssumme“ seiner wichtigsten Unternehmen und Verbände. Eine Gesamtsicht auf politische Entwicklungen – über das eigene Blickfeld hinaus – und ihre professionelle Bewertung können Unternehmen nicht immer leisten. Ohne diesen Überblick geraten sie allerdings in Gefahr, die eigene Bedeutung zu überschätzen.

# Image # Krise # Reputation

Zurück