Unsere Top 5 Kommunikationstipps für internationale Unternehmen

14.06.2017 Unternehmenskommunikation von Thomas Stein

Deutschland ist eine Stabilitätsoase. Immer mehr internationale Unternehmen wollen in den deutschen Markt investieren, insbesondere Firmen aus Großbritannien und China. Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) plant jedes siebte britische Unternehmen, zumindestens Teile ihrer Tätigkeit auf das europäische Festland zu verlagern. Weiter gaben 54 Prozent dieser Unternehmen an, dass Deutschland ihr bevorzugtes Ziel sei.

Zeitgleich zu den Brexit-getriebenen Investitionen aus Großbritannien lässt sich ebenfalls ein wachsendes Interesse am deutschen Markt im fernen Osten beobachten. Immer mehr chinesische Konzerne sind an der Übernahme deutscher Unternehmen interessiert. Die Anzahl deutscher Unternehmen, die von einem chinesischen Investor gekauft wurden, stieg 2016 auf ein Rekordhoch. Auch 2017 wird dieser Trend anhalten.

Deutschland wird in den kommenden Jahren eines der wichtigsten Ziele ausländischer Direktinvestitionen sein. Dabei schätzen Investoren vor allem die wirtschaftliche Stärke und Stabilität des deutschen Marktes sowie das technologische Know-how und das riesige Innovationspotenzial. Um die Standortvorteile optimal nutzen zu können, ist die richtige kommunikative Unterstützung von größter Bedeutung – für SMEs genauso wie für globale Konzerne. Besonders für Unternehmen, die nicht aus Deutschland kommen, gibt es Fallstricke. Sie sollten daher die folgenden Tipps unbedingt beachten:

1. Man spricht Deutsch

Wer für Businessmeetings nach Deutschland kommt, hat in der Regel keine Probleme, diese auf Englisch abzuhalten. Allerdings ist Deutsch die Verkehrssprache, denn viele Ihrer Stakeholder werden von Ihnen erwarten, auf Deutsch angesprochen zu werden. Deutsch ist auch die Sprache der Wahl bei Pressemitteilungen, der internen Kommunikation mit Ihren Mitarbeitern oder in den Sozialen Medien. Deutsch komplett zu meiden, wird als Zeichen geringen Engagements interpretiert.

2. Deutsche Ungemütlichkeit

Der Deutsche ist sehr direkt. Er redet nicht lang um den heißen Brei herum, sondern kommt ziemlich schnell zum Punkt. In Businessmeetings gibt es kein langes Kennenlernen, es gilt vielmehr die Devise: erst das Geschäftliche, dann das Persönliche. Ähnliche Direktheit findet sich auch beim Äußern von Feedback. In Deutschland nimmt man kein Blatt vor den Mund und Kritik oder Schwachstellen werden offen aus- bzw. angesprochen. Wenn Deutschen eine Idee, ein Ergebnis oder ein Verhalten missfällt, dann bringen sie das in der Regel freundlich, aber deutlich zum Ausdruck – und genau das erwartet man auch von seinem Gegenüber.

3. Kein Marketing-Sprech

Deutsche Journalisten hassen Marketing-Sprech mit vielen Adjektiven und Superlativen. Bleiben Sie deshalb faktenorientiert and sachlich, wenn Sie Journalisten für Ihre Sache gewinnen möchten. Das gilt besonders für große seriöse Tages- und Wirtschaftszeitungen wie Frankfurter Allgemeine Zeitung, Handelsblatt oder die öffentlich-rechtlichen Medien, aber auch für Boulevardmedien wie BILD und Bunte.

4. Pünktlichkeit

Die Zeit in Deutschland ist ein genauer Punkt auf der Uhr, so sagt man. Pünktlichkeit wird daher geschätzt und erwartet. Unentschuldigt zu spät zu kommen, ist eine „Sünde”. Das gilt gleichermaßen für Pressekonferenzen, Meetings und Liefertermine. Schon eine zehnminütige Verspätung kann als Zeichen mangelnden Respekts oder als Unzuverlässigkeit gewertet werden. Geben Sie deshalb immer Bescheid, wenn Sie zu spät sein werden, um einen möglichen Reputationsschaden in Grenzen zu halten.

5. Zitate abstimmen und freigeben

In Deutschland hat jede Person das „Recht am eigenen Wort”. Das heißt, Sie haben das Recht zu entscheiden, mit welchen Aussagen Sie in die Öffentlichkeit treten wollen. Lassen Sie sich deshalb Ihre Interviews mit Journalisten vorlegen, um diese abzustimmen und freizugeben. Aber Vorsicht: Sie sollten dabei nicht versuchen, den Inhalt Ihres Gesprächs auf den Kopf zu stellen, denn das kommt bei Journalisten gar nicht gut an.

Es gibt viele weitere vermeidbare Fallstricke und hilfreiche Tipps für Ihre Kommunikation. Mit unserem Country-Coaching-Angebot helfen wir Ihnen und Ihrem Kommunikationsteam, mögliche Fehler zu vermeiden. Weitere Informationen unter www.instinctif.de/gatewaytogermany.

# MarketEntry # Germany # Unternehmenskommunikation # GatewaytoGermany

Zurück

Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte lösen Sie folgende Rechnung:*

YJK          T       
7      J    O5    IR6
CKT   TXN    M       
  3    4     O    8DM
54S         48C