Bioökonomie belebt das IPO-Geschäft

04.02.2016 Kapitalmarkt & Investor Relations von Ursula Querette 

Was für eine Überraschung! Trotz widriger Kapitalmarktentwicklung (einige sagen, die schlechteste Januar-Börsenentwicklung in Deutschland seit den 70ern; die Profis sagen „Vola über 25“) hat die BRAIN AG im Rahmen ihres IPO mehr als 30 Mio. Euro eingesammelt und wird am 9. Februar ihr Börsendebüt feiern.

Ein großer Erfolg in einem schwierigen Umfeld. Es ist nicht nur der erste Börsengang in Deutschland dieses Jahr, sondern auch der erste Börsengang aus dem Bereich der Biotechnologie in Deutschland seit fast zehn Jahren. Übrigens: Biotechnologie ist ein weites Feld. Bei BRAIN geht es um industrielle „weiße“ Biotechnologie oder Bioökonomie. Hier werden traditionelle industrielle Prozesse durch natürliche, biologische Lösungen ersetzt bzw. verbessert. Das heißt, es geht um Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Energieeffizienz – Themen, die uns alle angehen und hohes Wachstumspotenzial versprechen. Daher ist es vielleicht auch nicht überraschend, dass das Interesse von Privatanlegern an diesem IPO so hoch war. Etwa 19 Prozent der IPO-Aktien wurden an Privatanleger zugeteilt. Auch dies ist eine Besonderheit der jüngeren IPO-Historie in Deutschland. Besteht also doch noch Hoffnung für die Aktienkultur? Oder mit dem biologischen Blickwinkel von BRAIN betrachtet: Ist dies die Wiederbelebung des Eigenkapital-Ökosystems? Oder … aus Sicht von Instinctif Partners in Köln: Börse Alaaf!

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