Lobby-Dividende – Gesellschaftspolitische Kommunikation nachweislich gut für den Aktienkurs

16.10.2014 Public Affairs von Cornelius Brand 

Ein attraktives Produkt, motivierte Mitarbeiter oder die richtige Strategie – unternehmerischer Erfolg hat viele Gründe. Doch was passiert, wenn sich die Gesetzeslage ändert oder neue Verordnungen das Geschäftsmodell eines Unternehmens gefährden? In der Regel ist das Kind dann schon in den Brunnen gefallen. Deshalb gilt: Der kontinuierliche Austausch mit Politik und Gesellschaft ist für Unternehmen heutzutage unerlässlich.

Wer sich im langfristigen Prozess der Politikgestaltung engagiert, steht zudem oftmals auch am Finanzmarkt besser da. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der „Strategas Research Partners“. Im Rahmen der Untersuchung wurde ein Index der fünfzig in der politischen Kommunikation aktivsten US-Unternehmen gebildet und über einen Zeitraum von elf Jahren mit dem US-amerikanischen Aktienindex S&P 500 verglichen. Demnach erzielen jene Unternehmen, die im Verhältnis zu ihrer Größe am meisten in politische Kommunikation investieren, eine um durchschnittlich 11 Prozentpunkte höhere Jahresrendite (17 Prozent) als der breite Markt (sechs Prozent).

Laut Studie wächst das Bewusstsein der Marktteilnehmer für diesen Zusammenhang. So stiegen die Ausgaben für politische Kommunikation der im S&P 500 gezeichneten Unternehmen im Zeitraum von 1999 bis 2009 um mehr als 100 Prozent. Ein besonders hohes Engagement ließ sich jeweils im Vorfeld umfangreicher regulatorischer Veränderungen in den betreffenden Branchen feststellen.

Es zeigt sich einmal mehr: Die aktive Mitwirkung an der öffentlichen Meinungsbildung und Ausgestaltung politischer Rahmenbedingungen ist für Unternehmen heute Pflicht – und keine Kür.

# Politik # Wirtschaft

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